FrĂŒher (2024): Maria zahlte 1.180 ⏠Warmmiete fĂŒr 68 mÂČ in Mannheim-Neckarstadt â das waren 42% ihres Nettoeinkommens. Nach Miete, Strom, Kita und Essen blieben ihr 127 ⏠im Monat fĂŒr alles andere. Jede kaputte Waschmaschine war eine Katastrophe.
Heute (2028): Maria wohnt im Hoffnungshaus Mannheim seit 14 Monaten. Ihre Miete? 0 Euro. Nicht subventioniert. Nicht gestundet. Einfach: null.
Ihr Dienstag 2028:
6:30 â Die Wohnung hat nachts die LuftqualitĂ€t optimiert. Marias Schlaftracker (freiwillig) zeigt 7,2 Stunden guten Schlaf. Die Heizung wurde von der KI so gesteuert, dass sie nie aufgewacht ist.
7:15 â Die Kinder bekommen FrĂŒhstĂŒck. Der KĂŒhlschrank hat (mit Marias Erlaubnis) Lebensmittel vorgeschlagen, die gut fĂŒr Leons leichte Laktoseintoleranz sind. Der Wocheneinkauf wurde automatisch zusammengestellt â sie kann Ă€ndern, was sie will.
8:00 â Auf dem Bildschirm im Flur sieht sie kurz: âDein Beitrag diese Woche: 2,4 kWh SolarĂŒberschuss ans Netz, 12 anonyme Datenpunkte fĂŒr Gesundheitsforschung. Dein Nachbarschafts-Karma: +3 (Spielplatz-Aufsicht Samstag)."
Sie hat nichts bezahlt. Aber sie hat beigetragen â mit Daten, die sie versteht und kontrolliert, mit Nachbarschaftshilfe, die sichtbar und wertgeschĂ€tzt wird.
18:30 â Im Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss findet ein Kochkurs statt, geleitet von Herrn Ăzdemir aus dem 3. Stock. Die Kinder spielen nebenan, beaufsichtigt von einem freundlichen Inspektions-Roboter, der nebenbei den Boden wischt. Maria lernt, tĂŒrkische Linsensuppe zu kochen. Das Rezept ist auf ihre Mikrobiom-Daten abgestimmt.
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